Vergleich
Lina vs. TalkingParents
Ein sachlicher Blick auf zwei Co-Parenting-Apps für unterschiedliche Situationen — Preise, Funktionen und wer zu welcher App am besten passt.
TalkingParents und Lina helfen getrennten Eltern beide dabei, ein schriftliches Protokoll der Betreuungslogistik zu führen, sind aber für unterschiedliche Situationen gebaut und unterschiedlich bepreist. TalkingParents ist aus dem US-Familiengerichtssystem hervorgegangen, rechnet jeden Elternteil separat ab und konzentriert seine höheren Tarife auf Anrufaufzeichnung, Tonfallanalyse und In-App-Zahlungen. Lina ist für die praktischen Abläufe des Alltags mit geteilter Betreuung gebaut — Termine, Fotos und die kleinen Details, die zwischen zwei Zuhause leicht verloren gehen — für eine einzige Zahlung, die beide Elternteile abdeckt. Der folgende Vergleich zeigt, wo sich beide tatsächlich unterscheiden.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026So schneiden sie im Vergleich ab
| Funktion | Lina | TalkingParents |
|---|---|---|
| Preis | 6,99 €/Monat, 69,99 €/Jahr oder einmalig 129,99 € — eine Zahlung deckt beide Elternteile ab | 7–32 $/Monat pro Elternteil, je nach Tarif (Essentials, Enhanced, Ultimate), getrennt für jeden Elternteil abgerechnet |
| Kostenloser Plan | Ja, dauerhaft — begrenzt auf 2 Threads und 30 Fotos | Seit März 2026 kein dauerhafter kostenloser Plan mehr; stattdessen 30 Tage kostenlose Testphase, mit Gebührenerlass bei finanzieller Notlage oder häuslicher Gewalt |
| Kernfunktionen | Nachrichten, Umgangsplan, geteiltes Album, Kindinformationen, Ausrüstungslisten, einfache Ausgabenerfassung | Sichere Nachrichten, geteilter Kalender, Infobibliothek, persönliches Tagebuch, In-App-Zahlungen (2–4 % Gebühr) |
| Gerichtsdokumentation | Threads können mit Lina+ exportiert werden; nicht als Rechtsdokument konzipiert | Unveränderliche Protokolle — zeitgestempelte, nicht bearbeitbare Nachrichten, als gerichtsfest beworben |
| Anrufaufzeichnung & Transkription | Nicht verfügbar | Accountable Calling — aufgezeichnete und automatisch transkribierte Anrufe, je nach Tarif 30 Minuten bis unbegrenzt |
| Daten und Datenschutz | Keine Werbung, keine Datenweitergabe, DSGVO-konform | Standard-US-Datenschutzrichtlinie; keine erklärte Zusage zu Werbe- oder Datenweitergabefreiheit |
| Plattformen | iOS, Android | iOS, Android, Web |
| Sprachunterstützung | 11 Sprachen, darunter Deutsch, Norwegisch, Französisch, Spanisch und Polnisch | Nur Englisch |
| Kontoeinrichtung | Ein gemeinsames Paar — beide Elternteile treten von Anfang an demselben Raum bei | Jeder Elternteil erstellt und bezahlt ein eigenes, individuelles Konto |
Wie sich die gestaffelten Einzeltarife summieren
TalkingParents berechnet jedem Kontoinhaber separat über drei Tarife — Essentials für 7 $ im Monat, Enhanced für 16 $ und Ultimate für 32 $ —, sodass ein Zwei-Eltern-Haushalt zusammen zwischen 14 und 64 $ im Monat zahlt, je nachdem, welchen Tarif jeder Elternteil wählt. Zudem wurde im März 2026 der dauerhaft kostenlose Plan gestrichen, es bleibt nur eine 30-tägige Testphase. Lina rechnet einmal ab: Egal welcher Elternteil Lina+ abonniert, der andere erhält automatisch vollen Zugang, für 6,99 € im Monat oder weniger pro Jahr, und der kostenlose Plan bleibt dauerhaft kostenlos.
Gerichtsdokumentation und Anrufaufzeichnung
Die „Unveränderlichen Protokolle“ von TalkingParents — zeitgestempelte Nachrichten, die weder bearbeitet noch gelöscht werden können — werden gezielt für den Gerichtsgebrauch beworben, und der Ultimate-Tarif ergänzt Sentiment Scanner zur Tonfallanalyse sowie Accountable Calling, das Telefon- und Videoanrufe aufzeichnet und transkribiert. Lina unterstützt den Export von Threads mit Lina+, wurde aber nicht als Rechtsdokument konzipiert und bietet überhaupt keine Anruf- oder Tonfallanalysefunktion — die Unschärfe- und Markierungswerkzeuge gehen in die entgegengesetzte Richtung: Sie mildern den Alltag ab, statt ihn zu dokumentieren.
Reichweite und Sprache unterscheiden sich
TalkingParents ist nur auf Englisch verfügbar und speziell auf das US-Familiengerichtssystem ausgerichtet — das eigene Hilfe-Center bestätigt, dass es keine spanische oder anderssprachige Version gibt. Lina ist für europäische Familien gebaut und in 11 Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Norwegisch, Französisch, Spanisch und Polnisch. Familien außerhalb der USA oder alle, die die App in einer anderen Sprache als Englisch nutzen möchten, finden in TalkingParents unabhängig vom Preis keine passende Lösung.
Für wen TalkingParents am besten geeignet ist
- Gerichtlich angeordnete oder empfohlene Betreuungsregelungen, die ein zeitgestempeltes, unveränderliches Protokoll erfordern
- Hochkonflikthafte Situationen, in denen aufgezeichnete, transkribierte Anrufe ebenso wichtig sind wie Nachrichten
- Familien, die trotz Bearbeitungsgebühr ein integriertes In-App-Zahlungstool für gemeinsame Ausgaben möchten
Für wen Lina am besten geeignet ist
- Familien, die einen dauerhaft kostenlosen Plan möchten, nicht nur eine 30-tägige Testphase
- Familien, die eine Zahlung für beide Elternteile statt gestaffelter Einzeltarife pro Elternteil wünschen
- Eltern, die gut genug zusammenarbeiten, um den Alltag zu koordinieren, ohne ein unveränderliches Protokoll zu benötigen
- Familien in Europa, die die App in ihrer eigenen Sprache nutzen möchten
Häufige Fragen
Ist Lina genauso gerichtsfest wie TalkingParents?
Nein. TalkingParents bewirbt seine „Unveränderlichen Protokolle“ — zeitgestempelte Nachrichten, die weder bearbeitet noch gelöscht werden können — gezielt als gerichtsfeste Dokumentation. Lina unterstützt den Export von Threads mit Lina+, ist aber für die ruhige Alltagskoordination konzipiert und nicht als Rechtsdokument.
Wie viel kostet Lina im Vergleich zu TalkingParents?
Lina+ kostet 6,99 € im Monat, 69,99 € im Jahr oder einmalig 129,99 € für lebenslangen Zugang — und eine Zahlung deckt beide Elternteile ab. TalkingParents rechnet jeden Elternteil separat ab, von 7 $ im Monat im Essentials-Tarif bis 32 $ im Monat im Ultimate-Tarif, sodass ein Zwei-Eltern-Haushalt zusammen zwischen 14 und 64 $ im Monat zahlt.
Hat TalkingParents einen kostenlosen Plan?
Nein. TalkingParents hat seinen dauerhaft kostenlosen Plan im März 2026 gestrichen und bietet jetzt nur noch eine 30-tägige kostenlose Testphase für kostenpflichtige Tarife an, plus Gebührenerlass für Eltern in finanzieller Notlage oder bei häuslicher Gewalt. Lina hat einen kostenlosen Plan, der dauerhaft kostenlos bleibt, begrenzt auf eine geringe Anzahl an Threads und Fotos.
Ist Lina auch außerhalb der USA verfügbar?
Ja. Lina ist für europäische Familien gebaut und in 11 Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Norwegisch, Französisch, Spanisch und Polnisch. TalkingParents ist nur auf Englisch verfügbar und auf das US-Familiengerichtssystem ausgerichtet.
Müssen bei TalkingParents beide Elternteile getrennt bezahlen?
Ja. Jeder Elternteil erstellt und bezahlt sein eigenes TalkingParents-Konto, im jeweils gewünschten Tarif — die Tarife müssen zwischen den Elternteilen nicht übereinstimmen. Ein einziges Lina+-Abo schaltet die volle App dagegen für beide Elternteile frei.
Kann ich von TalkingParents zu Lina wechseln?
Es gibt kein automatisches Importtool zwischen den beiden Apps. Die meisten Familien wechseln, indem sie in Lina neu anfangen und die laufenden Details erneut eingeben — Kontakte, medizinische Informationen und den aktuellen Umgangsplan —, da der Nachrichtenverlauf und die Zahlungsdaten von TalkingParents nicht zur Übertragung gedacht sind.
Hat Lina etwas Vergleichbares zu Accountable Calling oder Sentiment Scanner von TalkingParents?
Nein. Accountable Calling zeichnet Telefon- und Videoanrufe auf und transkribiert sie, und Sentiment Scanner (Ultimate-Tarif) analysiert den Tonfall von Nachrichten und schlägt deeskalierende Umformulierungen vor. Lina bietet weder Anruffunktionen noch Tonfallanalyse; die entsprechenden Werkzeuge sind das Unscharf-Machen von Fotos oder Nachrichten und das Markieren als wichtig — mit dem Ziel, Reibung zu verringern statt sie zu dokumentieren oder umzuformulieren.
Welche App hat mehr Funktionen?
TalkingParents bietet in seinen höheren Tarifen mehr integrierte Werkzeuge — Anrufaufzeichnung und Transkription, Tonfallanalyse, In-App-Zahlungsabwicklung und großzügigen Dateispeicher. Lina ist bewusst schlanker: Nachrichten, ein Umgangsplan, ein geteiltes Album und die praktischen Listen, die die meisten Eltern im Alltag tatsächlich nutzen.
TalkingParents ist eine Marke des jeweiligen Inhabers. Lina ist ein unabhängiges Produkt und steht in keiner Verbindung zu TalkingParents und wird nicht von diesem unterstützt. Preise und Funktionen wurden im Juli 2026 überprüft und können sich geändert haben — aktuelle Informationen findest du auf talkingparents.com.
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