Das 2-2-3-Modell
Beim 2-2-3-Wechsel verbringt das Kind zwei Tage bei einem Elternteil, zwei beim anderen und dann drei, und die Blöcke tauschen in der Folgewoche. Über zwei Wochen ist die Aufteilung genau gleich, und das Kind ist nie länger als drei Tage von einem Elternteil getrennt.
| Woche 1 | Woche 2 | ||||||||||||||
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| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | ||
| Elternteil A | |||||||||||||||
| Elternteil B | |||||||||||||||
Zwei Wochen dieses Wechsels. Die obere Reihe ist ein Elternteil, die untere der andere.
So funktioniert der Wechsel
Die erste Woche läuft zwei Tage beim ersten Elternteil, zwei beim zweiten und dann ein Dreitagesblock zurück beim ersten. Die zweite Woche spiegelt das, sodass das lange Wochenende wechselt. Weil der Zyklus 14 Tage lang ist, ändern sich die Wochentage, die ein Elternteil hat, von Woche zu Woche.
Passt oft, wenn
- Das Kind ist klein — unter etwa 6 — und eine ganze Woche ohne einen Elternteil ist zu lang.
- Die Wohnungen liegen nah genug beieinander, dass eine Übergabe eine kurze Fahrt ist und kein ganzer Abend.
- Beide Eltern haben beruflich genug Spielraum für einen Wechsel alle zwei oder drei Tage.
Worauf zu achten ist
- Rund 130 Übergaben im Jahr. Jede einzelne ist eine Gelegenheit, etwas zu vergessen oder einen Streitpunkt aufkommen zu lassen.
- Die Wochentage rotieren, sodass kein Elternteil einen festen Tag hat. Ein wöchentlicher Schwimmkurs am Dienstag muss gegen das Muster geprüft werden.
- Das Modell verlangt mehr Zusammenarbeit als jeder andere gängige Wechsel. Wo der Konflikt hoch ist, sind längere Blöcke meist ruhiger.
Fragen zu diesem Modell
Was bedeutet 2-2-3?
Die Zahlen sind die Länge der Blöcke in Tagen: zwei Tage bei einem Elternteil, zwei beim anderen und dann drei. In der Folgewoche tauschen die Blöcke, sodass jeder Elternteil über zwei Wochen sieben Tage hat.
Ist ein 2-2-3-Modell für Kleinkinder geeignet?
Es ist eines der häufigsten Muster für Kinder unter 6, weil keine Lücke ohne einen Elternteil länger als drei Tage dauert. Der Preis ist die Häufigkeit — rund 130 Übergaben im Jahr — die nur funktioniert, wenn die Wohnungen nah beieinanderliegen und die Eltern gut zusammenarbeiten.
Was ist der Unterschied zwischen 2-2-3 und 2-2-5-5?
Beide ergeben eine gleiche Aufteilung, aber 2-2-5-5 legt die Wochentage fest: derselbe Elternteil hat jede Woche Montag und Dienstag. Bei 2-2-3 rotieren die Wochentage, was schwerer zu merken ist, aber die längste Lücke bei drei statt fünf Tagen hält.